Zahlungsarten: TWINT gehört dazu
TWINT ist in der Schweiz eines der beliebtesten Zahlungsmittel, besonders auf dem Smartphone. Ein Shop ohne TWINT verliert Bestellungen an der Kasse. Ergänzen Sie Kredit- und Debitkarten, Apple Pay und Google Pay sowie für Firmenkunden den Kauf auf Rechnung. Wichtig ist eine Auswahl, die zu Ihrer Kundschaft passt, nicht möglichst viele Logos.
Die Zahlungen laufen über einen Payment-Anbieter, der die Mittel einzieht und auszahlt. In der Schweiz verbreitet sind zum Beispiel Datatrans, Payrexx, Wallee, Worldline (Saferpay) und Stripe. Vergleichen Sie Gebühren, unterstützte Zahlungsarten, Auszahlungsrhythmus und die Anbindung an Ihr Shopsystem. Beim Kauf auf Rechnung lohnt sich ein Anbieter, der das Ausfallrisiko übernimmt.
- TWINT, Kredit- und Debitkarten
- Apple Pay und Google Pay für mobile Käufe
- Rechnung für Firmenkunden, idealerweise mit Risikoübernahme
- Payment-Anbieter mit Schweizer Auszahlung in CHF
Mehrwertsteuer im Onlineshop
Mehrwertsteuerpflichtig wird ein Unternehmen in der Schweiz grundsätzlich ab einem weltweiten Jahresumsatz von 100 000 Franken aus steuerbaren Leistungen. Seit 2024 gelten der Normalsatz von 8,1 Prozent, der reduzierte Satz von 2,6 Prozent, etwa für Lebensmittel und Bücher, sowie 3,8 Prozent für Beherbergung. Ihr Shop muss jedem Produkt den richtigen Satz zuordnen können.
Exportieren Sie ins Ausland, ist die Lieferung in der Regel von der Schweizer MWST befreit, sofern der Export nachgewiesen ist. Im Zielland fallen dafür Einfuhrabgaben an, die Ihre Kundschaft kennen sollte. Klären Sie steuerliche Fragen vor dem Start mit Ihrer Treuhand oder der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Dieser Ratgeber ersetzt keine Steuerberatung.
Preisangaben und Informationspflichten
Gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten müssen Preise nach der Preisbekanntgabeverordnung als tatsächlich zu bezahlende Preise in Franken angegeben werden, inklusive MWST und nicht frei wählbarer Zuschläge. Versandkosten sollten vor dem Bestellabschluss klar ersichtlich sein. Streichpreise und Rabatte müssen ehrlich sein und sich auf echte frühere Preise beziehen.
Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verlangt von Onlineshops zudem klare Angaben zu Ihrer Identität und Kontaktadresse inklusive E-Mail, einen Hinweis auf die einzelnen Schritte bis zum Vertragsabschluss, die Möglichkeit, Eingabefehler vor der Bestellung zu korrigieren, und eine sofortige elektronische Bestellbestätigung.
- Preise in CHF inklusive MWST
- Versandkosten vor dem Bestellabschluss sichtbar
- Impressum mit Firmenname, Adresse und E-Mail
- Korrekturmöglichkeit vor dem Absenden und Bestätigung per E-Mail
AGB, Rückgabe und Datenschutz
Anders als in der EU gibt es in der Schweiz kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht für Online-Käufe. Viele Shops bieten trotzdem ein freiwilliges Rückgaberecht an, weil Kundinnen und Kunden es erwarten. Halten Sie Ihre Regeln zu Rückgabe, Garantie, Lieferfristen und Zahlung in klaren AGB fest, die vor der Bestellung abrufbar sind. Verkaufen Sie gezielt in die EU, kann zusätzlich EU-Verbraucherrecht gelten.
Seit September 2023 gilt das revidierte Datenschutzgesetz. Ihr Shop braucht eine Datenschutzerklärung, die beschreibt, welche Daten Sie für Bestellung, Versand, Zahlung, Newsletter und Analyse bearbeiten und an welche Dienstleister sie gehen. Setzen Sie Tracking- und Marketing-Tools bewusst ein und informieren Sie transparent darüber.
Versand, Lager und Abholung
Die meisten Schweizer Shops versenden mit der Post, bei grösseren Waren auch mit Spediteuren. Viele Shopsysteme drucken Etiketten direkt aus der Bestellung und senden die Sendungsverfolgung automatisch an die Kundschaft. Legen Sie klare Versandregeln fest, zum Beispiel nach Gewicht oder ab einem bestimmten Bestellwert kostenlos.
Haben Sie ein Ladengeschäft, ist Click & Collect eine starke Ergänzung: online bestellen, im Laden abholen. Damit der Lagerbestand stimmt, sollten Shop und Kasse verbunden sein. Wie das mit einem modernen Kassensystem für den Detailhandel funktioniert, zeigen wir Ihnen gerne.
Gefunden werden: SEO für Onlineshops
Ein Shop ohne Besucher verkauft nichts. Jede Kategorie und jedes Produkt braucht einen eigenen, aussagekräftigen Text statt der Herstellerbeschreibung, die zig andere Shops auch verwenden. Gute Produktfotos, strukturierte Daten für Preis und Verfügbarkeit und schnelle Ladezeiten helfen bei Google und in der Bildersuche.
Für lokale Händler lohnt sich die Verbindung von Shop und Laden in der Suche: Google-Unternehmensprofil, Standortseite und Hinweis auf Abholung vor Ort. Wenn Sie in die Romandie verkaufen, gehört eine französische Version dazu, siehe Zweisprachige Webseite. Unsere SEO-Betreuung kümmert sich um diese Punkte.
Der Weg zum eigenen Shop
Am Anfang steht die Frage, was Sie verkaufen, an wen und wie viele Produkte es sind. Danach richten sich Shopsystem, Zahlungsanbieter und Gestaltung. Starten Sie mit einem sauberen Kernsortiment und erweitern Sie schrittweise, statt mit Hunderten halbfertigen Produktseiten online zu gehen.
Wir begleiten Schweizer KMU von der Planung bis zum ersten Verkauf, siehe Onlineshop erstellen. Für Händler mit Laden bieten wir lokale Beratung, zum Beispiel für einen Onlineshop in Biel/Bienne, in Solothurn oder in Bern.
Über den Autor
Ferhat Demir
Ihr Ansprechpartner bei Webnova
Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.
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