Was ein Homepage-Baukasten heute kann
Homepage-Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace haben sich stark verbessert. Sie bieten moderne Vorlagen, funktionieren auf dem Smartphone und erlauben es auch Laien, in kurzer Zeit eine Webseite online zu stellen. Hosting, SSL-Zertifikat und technische Updates sind meist inbegriffen, um die Technik müssen Sie sich kaum kümmern.
Für manche Situationen ist das eine gute Lösung: wenn Sie eine einfache digitale Visitenkarte brauchen, eine Geschäftsidee testen oder gerade erst gründen und das Budget knapp ist. Wer gerne gestaltet und schreibt, kann mit einem Baukasten ein ansehnliches Ergebnis erzielen.
Wo Baukästen an Grenzen stossen
Die Grenzen zeigen sich, sobald die Webseite mehr leisten soll. Vorlagen sind für viele Branchen gemacht, und Ihre Webseite sieht dann oft ähnlich aus wie viele andere. Individuelle Strukturen, besondere Funktionen oder Anbindungen an Ihre Software sind nur eingeschränkt möglich. Auch Mehrsprachigkeit, etwa Deutsch und Französisch, ist je nach Anbieter umständlich oder kostet extra.
Zudem sind Sie an den Anbieter gebunden. Bei vielen Baukästen lässt sich die Webseite nicht einfach exportieren und anderswo weiterbetreiben. Wollen Sie später wechseln, wird die Webseite in der Regel neu gebaut. Und schliesslich übernimmt der Baukasten nur die Technik: Für Texte, Bilder, Struktur und die Sichtbarkeit bei Google bleiben Sie selbst verantwortlich.
- Vorlagen-Design, das vielen anderen Webseiten ähnelt
- Eingeschränkte Struktur und Funktionen
- Mehrsprachigkeit je nach Anbieter umständlich
- Bindung an den Anbieter, ein Wechsel meist nur per Neubau
- Texte, Bilder und Suchmaschinenoptimierung bleiben Ihre Aufgabe
Was eine Webagentur anders macht
Eine Agentur liefert nicht nur eine Webseite, sondern denkt mit: Wen wollen Sie erreichen, was unterscheidet Sie von Mitbewerbern, und wie wird aus einem Besucher eine Anfrage? Daraus entstehen Struktur, Texte und Design, die auf Ihr Unternehmen zugeschnitten sind. Das Ziel ist nicht nur eine schöne Webseite, sondern eine, die für Ihr Geschäft arbeitet.
Dazu kommen technische Grundlagen, die bei selbst gebauten Webseiten oft fehlen: kurze Ladezeiten, saubere Seitentitel, strukturierte Daten und eine eigene Seite pro Leistung, damit Google versteht, wofür Sie gefunden werden sollen. Und Sie haben eine feste Ansprechperson, die sich auf Wunsch um Updates, Sicherheit und Fragen kümmert.
Die versteckten Kosten der selbst gebauten Webseite
Ein Baukasten wirkt auf den ersten Blick günstig. Die grösste Investition ist aber Ihre eigene Zeit: Einarbeitung, Aufbau, Texte schreiben, Bilder bearbeiten, Rechtstexte erstellen, Fehler suchen und die Webseite später aktuell halten. Diese Stunden fehlen im Tagesgeschäft. Rechnen Sie ehrlich, was Ihre Arbeitszeit wert ist.
Schwerer messbar sind verpasste Chancen. Eine Webseite, die bei Google nicht gefunden wird oder Besucher nicht zur Anfrage führt, kostet Aufträge, ohne dass es auffällt. Ob sich eine professionelle Lösung lohnt, entscheidet deshalb weniger der Preis als die Frage, was ein zusätzlicher Kunde für Ihr Unternehmen wert ist. Wovon die Kosten einer Agentur-Webseite abhängen, erklärt der Ratgeber Was kostet eine Webseite?.
Entscheidungshilfe: 6 Fragen
Beantworten Sie die folgenden Fragen ehrlich. Je öfter Sie mit Ja antworten, desto eher lohnt sich eine Agentur.
- Soll die Webseite regelmässig Anfragen oder Aufträge bringen?
- Ist es wichtig, bei Google für Ihre Leistungen gefunden zu werden?
- Brauchen Sie mehrere Sprachen, zum Beispiel Deutsch und Französisch?
- Soll die Webseite klar nach Ihrer Marke aussehen und sich von Mitbewerbern abheben?
- Fehlt Ihnen die Zeit, sich in Gestaltung, Texte und Technik einzuarbeiten?
- Möchten Sie eine Ansprechperson, wenn etwas nicht funktioniert?
Der Mittelweg: professionell erstellt, selbst gepflegt
Zwischen Selbstbau und Rundum-Betreuung gibt es einen Mittelweg, der für viele KMU gut passt: Die Agentur plant und baut die Webseite, und Sie pflegen Texte, Bilder und Öffnungszeiten danach selbst in einem einfachen Redaktionssystem. Technische Wartung, Updates und Sicherheit übernimmt auf Wunsch die Agentur.
Wenn Sie heute mit einem Baukasten starten, ist das kein Fehler. Planen Sie aber den späteren Wechsel mit ein: Achten Sie darauf, dass die Domain auf Ihr Unternehmen registriert ist, und bewahren Sie Texte und Bilder separat auf. Kommt der Zeitpunkt für eine professionelle Webseite, hilft der Ratgeber Webseite erstellen lassen bei der Planung, und bestehende Google-Rankings sichern Sie mit der Relaunch-Checkliste.
Über den Autor
Ferhat Demir
Ihr Ansprechpartner bei Webnova
Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.
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