Zum Inhalt springen
Webnova

Ratgeber · 8 Min. Lesezeit

Website-Wartung: was dazugehört und warum sie sich lohnt

Eine Webseite ist nach dem Launch nicht fertig. Software veraltet, Sicherheitslücken werden bekannt, und Inhalte ändern sich. Dieser Ratgeber zeigt, was zu einer guten Wartung gehört, wie oft was fällig ist und wann sich ein Wartungsvertrag lohnt.

Ferhat Demir, Ihr Ansprechpartner bei WebnovaFerhat DemirIhr Ansprechpartner bei Webnova
Veröffentlicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Sicherheitsupdates für Redaktionssystem, Erweiterungen und Server gehören zu den wichtigsten Aufgaben, denn veraltete Software wird automatisiert angegriffen.
  • Ein Backup ist nur so gut wie seine Wiederherstellung: Es gehört an einen zweiten Ort und sollte gelegentlich getestet werden.
  • Testen Sie Ihre Kontaktformulare regelmässig. Ein Formular, das still versagt, kostet Anfragen, ohne dass es jemand merkt.
  • Zur Wartung gehören auch Inhalte, Ladezeit und Datenschutzerklärung, nicht nur die Technik.

Warum eine Webseite Wartung braucht

Eine Webseite besteht aus Software: einem Redaktionssystem, Erweiterungen, Programmbibliotheken und dem Server, auf dem alles läuft. Für all diese Bausteine erscheinen laufend Updates, oft weil Sicherheitslücken geschlossen werden. Angreifer suchen automatisiert nach Webseiten mit bekannten Lücken. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr Unternehmen gross oder klein ist.

Dazu kommt der normale Wandel: Browser und Smartphones entwickeln sich weiter, Google passt seine Anforderungen an, und in Ihrem Unternehmen ändern sich Angebote, Öffnungszeiten und Ansprechpersonen. Eine Webseite, die niemand betreut, wird deshalb mit der Zeit langsamer, unsicherer und ungenauer, ohne dass es sofort auffällt.

Technische Wartung: Updates, Sicherheit und Backups

Kern der Wartung sind Updates. Sicherheitsupdates sollten zeitnah eingespielt werden, grössere Versionssprünge besser zuerst auf einer Testversion, damit nichts unerwartet kaputtgeht. Erweiterungen, die nicht mehr weiterentwickelt werden, ersetzen Sie durch gepflegte Alternativen oder entfernen sie ganz. Jede Erweiterung, die Sie nicht brauchen, ist ein Baustein weniger, der veralten kann.

Genauso wichtig sind Backups. Ein gutes Backup wird automatisch erstellt, an einem zweiten Ort gespeichert und umfasst Dateien und Datenbank. Entscheidend ist, dass sich die Webseite daraus auch wirklich wiederherstellen lässt. Testen Sie das gelegentlich, bevor Sie es im Ernstfall brauchen. Dazu kommen ein gültiges SSL-Zertifikat, starke Passwörter mit Zwei-Faktor-Anmeldung und eine Überwachung, die meldet, wenn die Webseite nicht erreichbar ist.

  • Sicherheitsupdates für Redaktionssystem, Erweiterungen und Server
  • Automatische Backups an einem zweiten Ort, Wiederherstellung getestet
  • Gültiges SSL-Zertifikat mit automatischer Erneuerung
  • Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Anmeldung für alle Zugänge
  • Überwachung der Erreichbarkeit mit Benachrichtigung

Funktion und Ladezeit regelmässig prüfen

Eine Webseite kann laufen und trotzdem Anfragen verlieren. Der Klassiker ist das Kontaktformular, das nach einem Update oder einer Änderung beim E-Mail-Anbieter keine Nachrichten mehr zustellt. Niemand bemerkt es, denn es kommen ja auch keine Anfragen mehr. Senden Sie deshalb regelmässig eine Testanfrage über jedes Formular.

Prüfen Sie ausserdem defekte Links, Fehlerseiten und die Ladezeit. Die Google Search Console meldet kostenlos, welche Seiten Probleme haben, und zeigt die Core Web Vitals aus echten Besuchen. Werden die Werte schlechter, sind oft neue, zu grosse Bilder oder zusätzliche Skripte der Grund.

Inhalte aktuell halten

Wartung betrifft nicht nur die Technik. Stimmen Öffnungszeiten, Telefonnummern, Team und Leistungen noch? Sind die Betriebsferien eingetragen? Veraltete Angaben verärgern Kunden und kosten Vertrauen. Gleichen Sie die Daten auch mit Ihrem Google-Unternehmensprofil ab, denn widersprüchliche Angaben verunsichern Kunden und Suchmaschinen.

Neue Inhalte sind ausserdem eine Chance: Eine zusätzliche Leistung, ein neues Angebot oder Antworten auf häufige Kundenfragen machen Ihre Webseite für Besucher und für Google wertvoller. Planen Sie dafür feste Zeitpunkte ein, zum Beispiel einmal pro Quartal.

Rechtliches und Datenschutz im Blick behalten

Bauen Sie neue Funktionen ein, etwa eine Karte, ein Buchungstool, ein Video oder ein Statistikprogramm, werden oft zusätzliche Personendaten bearbeitet. Dann muss auch die Datenschutzerklärung angepasst werden. Das Datenschutzgesetz verlangt, dass Sie transparent informieren, wofür Sie Personendaten bearbeiten und an wen sie weitergegeben werden.

Prüfen Sie mindestens einmal im Jahr, ob Impressum und Datenschutzerklärung noch zur Webseite passen. Einen Entwurf für das Impressum erstellen Sie schnell mit unserem Impressum-Generator. Bei komplexeren Fragen zum Datenschutz lohnt sich eine juristische Beratung.

Checkliste: was wann fällig ist

Wie oft welche Aufgabe nötig ist, hängt von Technik und Umfang Ihrer Webseite ab. Diese Übersicht ist ein guter Ausgangspunkt für eine KMU-Webseite.

  • Laufend: Sicherheitsupdates, Überwachung der Erreichbarkeit, automatische Backups
  • Monatlich: Testanfrage über jedes Formular, Backups und Fehlermeldungen prüfen
  • Vierteljährlich: Inhalte, Öffnungszeiten und Team prüfen, Ladezeit und Search Console ansehen
  • Jährlich: Datenschutzerklärung und Impressum, Zugänge und Passwörter, Verträge für Domain und Hosting
  • Alle paar Jahre: Design, Struktur und Technik grundsätzlich prüfen, mehr dazu unter Webseite erneuern

Selbst machen oder Wartungsvertrag?

Mit etwas technischem Verständnis können Sie vieles selbst erledigen. Der Aufwand wird aber gerne unterschätzt: Updates müssen getestet, Backups kontrolliert und Fehler schnell behoben werden, auch wenn gerade das Tagesgeschäft drängt. Viele KMU übergeben die Wartung deshalb einer Agentur und behalten nur die Inhalte selbst in der Hand.

Achten Sie bei einem Wartungsvertrag darauf, was genau enthalten ist, und stellen Sie die folgenden Fragen. Wichtig ist auch, dass Domain, Hosting und Zugänge auf Ihr Unternehmen laufen. Wie wir das lösen, sehen Sie unter Wartung & Hosting. Fehlt Ihnen schlicht die Zeit, lesen Sie Keine Zeit für die Webseite.

  • Welche Updates sind enthalten, und wie werden sie getestet?
  • Wie oft werden Backups erstellt, und wo werden sie gespeichert?
  • Wie schnell wird bei einem Ausfall reagiert?
  • Sind kleine Anpassungen an Inhalten inbegriffen?
  • Laufen Domain, Hosting und Zugänge auf Ihr Unternehmen?

Quellen

  1. Bundesamt für Cybersicherheit (BACS): Massnahmen zum Schutz von CMS
  2. Search Console-Hilfe: Core Web Vitals-Bericht
  3. Fedlex: Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG, SR 235.1)

Über den Autor

Ferhat Demir, Ihr Ansprechpartner bei Webnova

Ferhat Demir

Ihr Ansprechpartner bei Webnova

Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.

Mehr über Webnova

FAQ

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ich meine Webseite nicht warte?

Kurzfristig oft nichts Sichtbares. Mit der Zeit steigt aber das Risiko, dass Sicherheitslücken ausgenutzt werden, Funktionen ausfallen oder die Webseite langsamer wird. Eine gehackte Webseite kann Spam verbreiten und von Google in den Suchergebnissen mit einer Warnung versehen werden.

Wie oft sollte eine Webseite aktualisiert werden?

Sicherheitsupdates so bald wie möglich, grössere Updates nach einem Test. Inhalte sollten Sie mindestens einmal pro Quartal überprüfen und bei jeder Änderung im Unternehmen sofort anpassen.

Braucht auch eine neue Webseite Wartung?

Ja. Auch eine neue Webseite basiert auf Software, für die laufend Updates erscheinen. Je moderner und schlanker die Technik, desto geringer ist der Aufwand. Ganz entfällt er aber nie.

Gehört das Hosting zur Wartung?

Nicht automatisch. Hosting ist der Speicherplatz, auf dem die Webseite läuft, Wartung ist die Pflege der Webseite selbst. Viele Agenturen bieten beides zusammen an. Klären Sie, was in Ihrem Angebot enthalten ist.

Kann ich die Inhalte selbst pflegen und nur die Technik abgeben?

Ja, das ist eine häufige und sinnvolle Aufteilung. Sie ändern Texte, Bilder und Öffnungszeiten selbst, die Agentur kümmert sich um Updates, Backups, Sicherheit und Ladezeit.

Passende Leistungen

Weitere Ratgeber

Kontakt

Bereit für eine Webseite, die für Sie arbeitet?

Erzählen Sie uns in zwei Minuten von Ihrem Projekt. Sie erhalten innert eines Arbeitstages eine persönliche Antwort.

Kostenlose Erstberatung · Antwort innert 1 Arbeitstag · Persönlich und direkt