Schritt 1: Erstgespräch und Ziele klären
Ein gutes Webprojekt beginnt mit Fragen, nicht mit Farben. Was soll die neue Webseite für Ihr Unternehmen leisten? Mehr Anfragen, Terminbuchungen, Bewerbungen, Verkäufe oder einen professionellen ersten Eindruck? Wen wollen Sie erreichen, und in welchen Sprachen? Je klarer diese Antworten sind, desto gezielter lässt sich die Webseite planen.
Im Erstgespräch klären Sie ausserdem die Rahmenbedingungen: Gibt es schon eine Domain und E-Mail-Adressen, ein Logo oder eine bestehende Webseite? Bis wann soll die neue Webseite online sein, und wer im Unternehmen ist Ansprechperson? Hilfreich ist, wenn Sie zwei oder drei Webseiten mitbringen, die Ihnen gefallen, und sagen können, warum. Das sagt oft mehr als lange Beschreibungen.
- Ziel der Webseite: Anfragen, Termine, Bewerbungen oder Verkauf
- Zielgruppen und Sprachen, zum Beispiel Deutsch und Französisch
- Vorhandenes: Domain, E-Mail, Logo, Texte, Bilder, alte Webseite
- Wunschtermin und Ansprechperson im Unternehmen
Schritt 2: Offerte und Projektplan
Auf Basis des Gesprächs erhalten Sie eine Offerte. Eine gute Offerte nennt nicht nur einen Betrag, sondern beschreibt den Umfang: welche Seiten entstehen, welche Funktionen dazugehören, wer Texte und Bilder liefert, wie viele Korrekturrunden vorgesehen sind und was nach dem Launch passiert. Achten Sie besonders auf Hosting, Wartung und Einführung, denn diese Punkte werden in Offerten sehr unterschiedlich gehandhabt.
Vergleichen Sie Offerten deshalb nicht nur über den Preis. Wovon der Preis einer Webseite abhängt, erklärt unser Ratgeber Was kostet eine Webseite?. Welche Fragen Sie einer Agentur vor der Vergabe stellen sollten, finden Sie unter Webagentur wählen. Mit dem Auftrag steht auch der Projektplan mit den wichtigsten Etappen fest.
Schritt 3: Struktur und Inhalte planen
Bevor gestaltet wird, entsteht die Struktur: Welche Seiten braucht es, wie heissen sie im Menü, und wie finden Besucherinnen und Besucher in wenigen Klicks zum Kontakt? Bewährt hat sich eine eigene Seite pro wichtiger Leistung. Das hilft Ihren Kunden bei der Orientierung und Google beim Verständnis, wofür Ihr Unternehmen gefunden werden soll.
Gleichzeitig wird geklärt, woher die Inhalte kommen. Schreiben Sie die Texte selbst, liefern Sie Stichworte, oder übernimmt die Agentur das Texten? Gibt es eigene Fotos von Team, Räumen und Arbeiten? Echte Bilder wirken fast immer glaubwürdiger als Stockfotos. Fehlen Logo oder Farben, ist jetzt der richtige Moment für ein Branding, damit Webseite und Auftritt zusammenpassen.
- Seitenstruktur (Sitemap) und Menü festlegen
- Eine Seite pro wichtiger Leistung planen
- Klären, wer Texte, Bilder und Übersetzungen liefert
Schritt 4: Design entwerfen und abstimmen
Nun entsteht das Design, meist zuerst für die Startseite und eine typische Unterseite. Weil viele Besucher mit dem Smartphone kommen, wird die mobile Ansicht von Anfang an mitgedacht und nicht erst am Schluss angepasst. Farben, Schriften und Bildsprache orientieren sich an Ihrer Marke, damit die Webseite unverwechselbar nach Ihrem Unternehmen aussieht.
Sie geben Rückmeldung, und die Entwürfe werden angepasst, bis die Richtung stimmt. Am meisten bringen konkrete Rückmeldungen wie «Der Kontakt soll schneller sichtbar sein» statt «Es gefällt mir noch nicht ganz». Achten Sie auch auf Lesbarkeit und Kontraste: Eine gut lesbare Webseite hilft allen Besuchern, mehr dazu im Ratgeber Barrierefreie Website.
Schritt 5: Umsetzung und Inhalte einpflegen
Ist das Design freigegeben, wird die Webseite technisch umgesetzt und mit Inhalten gefüllt. Dazu gehören Kontaktformulare, Karten, Öffnungszeiten, Sprachversionen und alles, was Ihre Kunden auf der Webseite tun sollen. Ein einfaches Redaktionssystem sorgt dafür, dass Sie Texte, Bilder und Öffnungszeiten später selbst anpassen können, ohne jedes Mal die Agentur zu brauchen.
In diesem Schritt werden auch die Grundlagen für Google gelegt: sprechende Seitentitel und Beschreibungen, eine saubere Überschriftenstruktur, kurze Ladezeiten und strukturierte Daten. Dazu kommen ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, die bei einer Firmenwebseite mit Kontaktformular praktisch immer nötig sind. Einen Entwurf für das Impressum erstellen Sie mit unserem Impressum-Generator.
- Kontaktwege, Formulare und Sprachversionen
- Redaktionssystem, damit Sie Inhalte selbst pflegen können
- Seitentitel, Beschreibungen, Ladezeit und strukturierte Daten
- Impressum und Datenschutzerklärung
Schritt 6: Testen und Go-live
Vor dem Go-live wird die Webseite auf einer geschützten Testversion geprüft, die Google noch nicht sieht. Funktionieren alle Formulare, und kommen die Anfragen an? Sieht alles auf Smartphone, Tablet und Computer gut aus? Laden die Seiten schnell? Was dabei gemessen wird, erklärt der Ratgeber Core Web Vitals. Sie selbst prüfen die Inhalte ein letztes Mal auf Richtigkeit.
Beim Go-live wird die Domain auf die neue Webseite umgestellt und das SSL-Zertifikat aktiviert, damit die Seite verschlüsselt über https erreichbar ist. Ersetzt die neue Webseite eine alte, braucht es Weiterleitungen von den alten Adressen, sonst gehen Google-Rankings verloren. Wie das geht, zeigt unsere Relaunch-Checkliste. Danach wird die Sitemap in der Google Search Console eingereicht und die Adresse im Google-Unternehmensprofil geprüft.
Schritt 7: Nach dem Launch weiterentwickeln
Mit dem Go-live ist die Webseite online, aber nicht abgeschlossen. Software braucht Sicherheitsupdates, Backups müssen laufen, und Inhalte wie Öffnungszeiten, Team oder Leistungen ändern sich. Was zu einer guten Wartung gehört, lesen Sie im Ratgeber Website-Wartung. Wer dafür keine Zeit hat, übergibt die Betreuung mit einem Wartungsvertrag.
Ebenso wichtig ist der Blick auf die Ergebnisse: Kommen Anfragen über die Webseite, und über welche Seiten und Suchbegriffe finden die Besucher zu Ihnen? Nach einigen Wochen zeigt sich, welche Inhalte gut funktionieren und wo es Ergänzungen braucht. Eine Webseite, die regelmässig verbessert wird, wird mit der Zeit auch besser gefunden.
Wie lange dauert es, eine Webseite erstellen zu lassen?
Eine kleine Firmenwebseite ist oft in einigen Wochen online. Grössere Auftritte mit mehreren Sprachen, vielen Seiten oder einem Onlineshop brauchen entsprechend länger. Erstaunlich selten bremst dabei die Technik. Viel häufiger warten Projekte auf Texte, Bilder, Rückmeldungen oder Zugänge zur Domain.
Sie können also selbst viel dazu beitragen, dass Ihre Webseite schnell online ist. Halten Sie die Unterlagen aus der folgenden Liste bereit und planen Sie für die Rückmelderunden feste Termine ein. Einen realistischen Zeitplan für Ihr Projekt erhalten Sie zusammen mit der Offerte.
Checkliste: Was Sie vorbereiten können
Mit diesen Unterlagen starten Sie gut vorbereitet ins Projekt. Nicht alles muss am ersten Tag vorliegen, aber je früher es bereitsteht, desto reibungsloser verläuft das Projekt.
Gerne begleiten wir Sie durch alle sieben Schritte. Wie wir dabei vorgehen, sehen Sie auf der Seite Webdesign. Oder Sie schildern uns Ihr Vorhaben direkt in einer unverbindlichen Anfrage.
- Logo als Vektordatei (zum Beispiel SVG oder PDF) und Ihre Farben
- Liste Ihrer Leistungen und was Sie von Mitbewerbern unterscheidet
- Texte oder Stichworte pro Leistung, Angaben zu Team und Unternehmen
- Eigene Fotos von Team, Räumen, Produkten und Arbeiten
- Zugangsdaten zur Domain und zum E-Mail-Anbieter
- Zugang zum Google-Unternehmensprofil
- Bei einer bestehenden Webseite: Zugänge zu Hosting, Redaktionssystem und Google Search Console
- Zwei oder drei Webseiten, die Ihnen gefallen, mit einer kurzen Begründung
Quellen
Über den Autor
Ferhat Demir
Ihr Ansprechpartner bei Webnova
Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.
Mehr über Webnova