Warum die Wahl der Agentur so viel ausmacht
Eine Webseite ist kein einmaliges Druckprodukt. Sie wird gepflegt, erweitert, bei Google bewertet und muss technisch über Jahre sicher bleiben. Die Agentur, die sie baut, entscheidet deshalb nicht nur über das Design, sondern auch darüber, wie unabhängig Sie später sind, wie schnell Änderungen möglich sind und ob Ihre Seite überhaupt gefunden wird.
In der Schweiz gibt es sehr unterschiedliche Anbieter: Freelancer, kleine Studios, spezialisierte Agenturen und grosse Digitalagenturen. Keine Grösse ist per se besser. Wichtig ist, dass Arbeitsweise, Kommunikation und Leistungsumfang zu Ihrem KMU passen. Die folgenden Fragen helfen Ihnen, Offerten auf derselben Grundlage zu vergleichen.
Eigentum und Unabhängigkeit: die Fragen 1 bis 3
Frage 1: Auf wen ist die Domain registriert? Die Domain sollte immer auf Ihr Unternehmen laufen, auch wenn die Agentur sie technisch verwaltet. Sonst hängt Ihre Adresse im Netz von einer Drittfirma ab. Frage 2: Wem gehören Code, Design und Inhalte nach der Abnahme? Klären Sie schriftlich, dass Sie die Webseite auch mit einem anderen Anbieter weiterführen dürfen.
Frage 3: Wie leicht ist ein späterer Wechsel? Fragen Sie, welches System eingesetzt wird und ob Sie Zugang zu Hosting, Redaktionssystem und Analyse-Tools erhalten. Proprietäre Baukästen, die nur bei einer Agentur laufen, machen einen Wechsel teuer. Eine gute Agentur bindet Sie durch Qualität, nicht durch technische Abhängigkeit.
- Domain auf Ihr Unternehmen registriert
- Nutzungsrechte an Code, Design, Texten und Bildern schriftlich geregelt
- Eigene Zugänge zu Hosting, CMS, Google Search Console und Analytics
Kosten und Offerte: die Fragen 4 bis 6
Frage 4: Was genau ist in der Offerte enthalten? Seitenanzahl, Sprachen, Texte, Bilder, Formulare, SEO-Grundlagen, Schulung und Projektleitung sollten einzeln ersichtlich sein. Nur so sehen Sie, ob zwei Angebote wirklich dasselbe leisten. Mehr dazu, welche Faktoren den Aufwand bestimmen, lesen Sie im Ratgeber Was kostet eine Webseite?.
Frage 5: Welche laufenden Kosten fallen an? Hosting, Domain, Lizenzen, Updates und Support kommen nach dem Launch dazu. Frage 6: Wie werden Änderungswünsche während des Projekts verrechnet? Seriöse Anbieter legen offen, wie viele Korrekturrunden enthalten sind und was zusätzlich kostet. Vorsicht bei Offerten, die auffällig günstig sind und dafür wichtige Punkte wie mobile Optimierung oder Datenschutz weglassen.
Sichtbarkeit und Qualität: die Fragen 7 bis 9
Frage 7: Wie wird SEO von Anfang an berücksichtigt? Saubere Seitenstruktur, sprechende URLs, Titel und Beschreibungen pro Seite, strukturierte Daten und schnelle Ladezeiten gehören in den Aufbau, nicht in ein späteres Zusatzpaket. Bei einem Relaunch ist zudem ein Weiterleitungskonzept Pflicht, damit bestehende Rankings nicht verloren gehen. Unsere Relaunch-Checkliste zeigt die einzelnen Schritte.
Frage 8: Wie schnell und mobilfreundlich sind die bisherigen Projekte? Testen Sie zwei oder drei Referenzen selbst auf dem Smartphone und mit PageSpeed Insights. Frage 9: Sind die Referenzen echt und überprüfbar? Fragen Sie nach Live-Webseiten und, wenn möglich, nach einer Kontaktperson. Garantien wie «Platz 1 bei Google» sind dagegen ein Warnsignal: Rankings kann niemand seriös versprechen.
- SEO-Grundlagen im Projekt enthalten, nicht nur als Option
- Weiterleitungen bei einem Relaunch geplant
- Referenzen live prüfbar, Ladezeit auf dem Smartphone getestet
- Keine Ranking-Garantien
Zusammenarbeit und Betreuung: die Fragen 10 bis 12
Frage 10: Wer ist Ihre Ansprechperson? Gerade für KMU ist es wertvoll, vom ersten Gespräch bis nach dem Launch mit derselben Person zu arbeiten. Klären Sie auch, wie schnell Anfragen beantwortet werden und ob Gespräche per Telefon, Videocall oder vor Ort möglich sind. Frage 11: Wie läuft die Betreuung nach dem Launch? Updates, Backups, Sicherheitsüberwachung und kleine Anpassungen sollten klar geregelt sein, zum Beispiel in einem Wartungsvertrag.
Frage 12: Wo werden die Daten gehostet und wie wird das Datenschutzgesetz umgesetzt? Seit dem revidierten Datenschutzgesetz braucht jede Webseite mit Kontaktformular oder Analyse-Tool eine passende Datenschutzerklärung. Hosting in der Schweiz oder in der EU, sparsame Tracking-Tools und ein korrektes Impressum sollten selbstverständlich sein.
Lokal oder schweizweit: was für KMU sinnvoll ist
Viele Unternehmen suchen bewusst eine Agentur in der Nähe, weil persönliche Treffen für Workshops, Fotos oder die Einführung ins Redaktionssystem einfacher sind. Gleichzeitig funktionieren die meisten Abstimmungen heute problemlos per Videocall. Entscheidend ist weniger die Postleitzahl als die Frage, ob die Agentur Ihren Markt versteht: Ihre Kundschaft, Ihre Sprachen und Ihre Konkurrenz.
Arbeiten Sie in einer zweisprachigen Region oder mit Kundschaft aus der Romandie, sollte die Agentur Deutsch und Französisch sicher beherrschen. Webnova betreut KMU in der ganzen Schweiz, per Videocall oder mit persönlichen Terminen, zum Beispiel in Biel/Bienne, Solothurn, Bern und Grenchen. Gerne beantworten wir alle zwölf Fragen in einem kostenlosen Erstgespräch.
Über den Autor
Ferhat Demir
Ihr Ansprechpartner bei Webnova
Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.
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