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Ratgeber · 10 Min. Lesezeit

Sichtbar in ChatGPT und KI-Suche: GEO für KMU ehrlich erklärt

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr nur Google, sondern auch ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten in der Google-Suche. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Dieser Ratgeber erklärt, wie KI-Suchen Quellen auswählen, was Sie wirklich beeinflussen können und welche Versprechen Sie ignorieren sollten.

Ferhat Demir, Ihr Ansprechpartner bei WebnovaFerhat DemirIhr Ansprechpartner bei Webnova
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Das Wichtigste in Kürze

  • GEO (Generative Engine Optimization) baut auf gutem SEO auf. Google sagt selbst, dass es für die AI Overviews keine zusätzlichen Anforderungen gibt.
  • KI-Suchen brauchen klare, überprüfbare Fakten: was Sie anbieten, wo, für wen und wie man Sie erreicht.
  • Einheitliche Firmendaten auf Website, Google-Profil und Verzeichnissen senken das Risiko falscher Antworten.
  • Strukturierte Daten, eine echte FAQ und technischer Zugang für Such-Crawler sind sinnvolle Grundlagen.
  • Niemand kann eine Nennung in ChatGPT oder einen Platz in den AI Overviews garantieren.

Was sich durch KI-Suchen verändert

Bei einer klassischen Google-Suche erhalten Sie eine Liste von Links und entscheiden selbst, welchen Sie öffnen. KI-Suchen funktionieren anders: Sie lesen mehrere Quellen, fassen die Informationen zu einer Antwort zusammen und verweisen teilweise auf die verwendeten Seiten. Beispiele sind die AI Overviews und der KI-Modus von Google, die Suche in ChatGPT, Perplexity und Microsoft Copilot.

Für KMU hat das zwei Folgen. Erstens beantworten KI-Systeme einfache Fragen oft direkt, ohne dass jemand eine Website besucht. Zweitens werden Unternehmen in Antworten genannt oder nicht genannt, und die genannten Angaben stimmen nicht immer. Wer dafür sorgt, dass klare und korrekte Informationen über das eigene Unternehmen verfügbar sind, verbessert seine Chancen, richtig dargestellt zu werden.

Wie KI-Suchen ihre Quellen auswählen

Die genauen Verfahren legen die Anbieter nicht offen. Bekannt ist aber, dass KI-Suchen auf Suchindizes und eigene Crawler zurückgreifen. Google verwendet für die AI Overviews den normalen Google-Index und schreibt in seiner Dokumentation, dass es keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen braucht. Eine Seite muss indexiert und für ein Snippet in der Suche geeignet sein.

OpenAI betreibt für die ChatGPT-Suche den Crawler OAI-SearchBot, Perplexity den PerplexityBot. Daneben gibt es Crawler für das Training von Sprachmodellen, etwa GPTBot. Diese Unterscheidung ist wichtig: Wer Such-Crawler in der robots.txt sperrt, kann in der jeweiligen KI-Suche nicht als Quelle erscheinen. Trainings-Crawler lassen sich bei diesen Anbietern separat steuern.

  • Die Website muss für Suchmaschinen indexierbar sein
  • Wichtige Inhalte stehen im HTML und nicht nur in Bildern oder nachgeladenen Skripten
  • Die robots.txt sperrt keine Such-Crawler, die Sie zulassen möchten
  • Die Seite lädt schnell und ist technisch fehlerfrei erreichbar

Klare Fakten: die wichtigste Grundlage

KI-Systeme arbeiten mit Textabschnitten. Ein Abschnitt, der eine Frage direkt und vollständig beantwortet, ist für sie wertvoller als ein Absatz voller allgemeiner Werbesprache. Formulieren Sie deshalb auf Ihren wichtigsten Seiten eindeutige Aussagen: welche Leistungen Sie anbieten, in welchen Orten und Sprachen, für welche Kundschaft, wie ein Auftrag abläuft und wie man Sie erreicht.

Hilfreich ist eine Struktur, bei der jeder Abschnitt für sich verständlich bleibt. Die Überschrift benennt das Thema, der erste Satz beantwortet die Frage, danach folgen Details und Beispiele. Diese Arbeitsweise hilft nicht nur KI-Suchen, sondern auch Ihren Besucherinnen und Besuchern und der klassischen Google-Suche. Was eine gute KMU-Website grundsätzlich enthalten sollte, lesen Sie im Ratgeber Was eine KMU-Webseite wirklich braucht.

FAQ und strukturierte Daten

Eine gute FAQ sammelt die Fragen, die Ihre Kundschaft tatsächlich stellt, und beantwortet sie kurz und konkret. Diese Form passt besonders gut zu KI-Antworten, die ja selbst auf Fragen reagieren. Erfinden Sie keine Fragen nur für Suchbegriffe, sondern fragen Sie im Team, was am Telefon und per E-Mail immer wieder gefragt wird.

Strukturierte Daten nach schema.org beschreiben Inhalte maschinenlesbar, zum Beispiel Ihr Unternehmen mit Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten, Ihre Leistungen oder Ihre Fragen und Antworten. Google zeigt FAQ-Ergebnisse in der Suche nur noch für wenige Websites an, die Auszeichnung schadet aber nicht und macht Inhalte eindeutig. Wichtig ist, dass die strukturierten Daten mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen. Wie stark KI-Systeme strukturierte Daten nutzen, legen die Anbieter nicht offen.

Einheitliche Firmendaten und Erwähnungen

KI-Antworten stützen sich nicht nur auf Ihre Website. Sie nutzen auch Kartendienste, Verzeichnisse wie local.ch und search.ch, Branchenportale, Bewertungen und Berichte. Stehen dort unterschiedliche Adressen, alte Telefonnummern oder frühere Firmennamen, steigt das Risiko, dass eine Antwort falsche Angaben enthält. Die Bereinigung dieser Daten ist deshalb einer der wirksamsten Schritte.

Das deckt sich weitgehend mit lokalem SEO: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, einheitliche Einträge und echte Bewertungen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in den Ratgebern Google-Unternehmensprofil optimieren und Lokales SEO für KMU. Erwähnungen auf glaubwürdigen Websites, etwa bei Verbänden, Partnern oder in lokalen Medien, stärken zusätzlich das Vertrauen. Gekaufte Links gehören nicht dazu.

Was Sie ignorieren sollten

Rund um GEO kursieren viele Versprechen. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die garantierte Nennungen in ChatGPT oder feste Plätze in den AI Overviews zusagen. Welche Quellen eine KI-Antwort nutzt, entscheidet allein der Anbieter, und die Antworten ändern sich je nach Formulierung, Ort und Zeitpunkt. Ebenso wenig hilfreich sind massenhaft automatisch erzeugte Texte, die keinen eigenen Mehrwert bieten.

Auch die Datei llms.txt wird oft als Lösung angepriesen. Es handelt sich um einen Vorschlag, Sprachmodellen eine Übersicht über eine Website zu geben. Ein verbindlicher Standard ist das nicht, und die grossen Anbieter haben nicht bestätigt, dass sie die Datei auswerten. Sie können sie ergänzen, sie ersetzt aber keine klaren Inhalte auf der Website selbst.

Ein realistischer Plan für KMU

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Fragen Sie ChatGPT, Perplexity und Google nach Ihrer Leistung in Ihrer Region und nach Ihrem Unternehmen selbst. Notieren Sie, wer genannt wird, welche Angaben über Sie erscheinen und welche Quellen verlinkt sind. Wiederholen Sie diese Abfragen später mit denselben Formulierungen, um Veränderungen zu erkennen.

Danach bereinigen Sie Ihre Firmendaten, schärfen Startseite, Leistungsseiten und Über-uns-Seite mit klaren Fakten, ergänzen eine FAQ und prüfen Technik und strukturierte Daten. Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, übernehmen wir diese Schritte im Rahmen unserer Leistung Sichtbarkeit in KI-Suchen, kombiniert mit Local SEO und Suchmaschinenoptimierung.

  • Abfragen dokumentieren: wer wird genannt, welche Angaben erscheinen
  • Firmendaten überall vereinheitlichen
  • Wichtigste Seiten mit klaren Fakten und FAQ ergänzen
  • Technik, robots.txt und strukturierte Daten prüfen
  • Abfragen regelmässig wiederholen und Inhalte nachschärfen

Quellen

  1. Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website
  2. OpenAI: Übersicht der Crawler (OAI-SearchBot, GPTBot)
  3. Perplexity: Perplexity Crawlers
  4. llms.txt: Vorschlag für eine Datei für Sprachmodelle
  5. Google Business Profile Hilfe: Lokales Ranking verbessern

Über den Autor

Ferhat Demir, Ihr Ansprechpartner bei Webnova

Ferhat Demir

Ihr Ansprechpartner bei Webnova

Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

SEO optimiert für die klassische Suche, GEO für KI-gestützte Antworten. GEO baut auf SEO auf: Indexierung, Technik und hilfreiche Inhalte sind für beides nötig. GEO legt zusätzlich Wert auf eindeutige Fakten und einheitliche Firmendaten im ganzen Netz.

Kann ich prüfen, ob ChatGPT meine Website kennt?

Sie können ChatGPT mit aktivierter Suche nach Ihrem Unternehmen und Ihrer Leistung fragen und schauen, welche Quellen angezeigt werden. Die Antworten schwanken jedoch, deshalb lohnt es sich, mehrere Formulierungen zu testen und die Ergebnisse zu notieren.

Soll ich GPTBot in der robots.txt sperren?

Das hängt davon ab, ob Ihre Inhalte für das Training von Sprachmodellen verwendet werden dürfen. GPTBot ist laut OpenAI für das Training zuständig, OAI-SearchBot für die Suche. Wer nur GPTBot sperrt, schliesst die ChatGPT-Suche damit nicht aus.

Wirken sich Bewertungen auf KI-Antworten aus?

Bewertungen sind öffentliche Informationen über Ihr Unternehmen und können in Antworten einfliessen. Wie stark, legen die Anbieter nicht offen. Echte, aktuelle Bewertungen und sachliche Antworten sind ohnehin für lokales SEO und das Vertrauen von Interessenten wichtig.

Lohnt sich GEO auch für kleine Betriebe?

Ja, weil die wichtigsten Schritte gleichzeitig Ihre Website, Ihr Google-Profil und Ihre lokale Sichtbarkeit verbessern. Der Aufwand lässt sich auf die wenigen Seiten und Einträge konzentrieren, die für Ihr Geschäft zählen.

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