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Ratgeber · 8 Min. Lesezeit

Was eine Webseite für KMU und Handwerksbetriebe wirklich braucht

Eine gute KMU-Webseite muss nicht gross sein. Sie muss in wenigen Sekunden zeigen, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten und wie man Sie erreicht. Diese Checkliste fasst zusammen, worauf es für mehr Anfragen ankommt.

Ferhat Demir, Ihr Ansprechpartner bei WebnovaFerhat DemirIhr Ansprechpartner bei Webnova
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Startseite beantwortet sofort: was Sie machen, für wen und in welcher Region.
  • Jede wichtige Leistung verdient eine eigene Seite mit Ablauf, Fotos und häufigen Fragen.
  • Telefon, E-Mail und WhatsApp sollten auf jeder Seite mit einem Klick erreichbar sein, das Formular kurz.
  • Echte Personen, Fotos, Bewertungen und ein aktuelles Impressum schaffen Vertrauen.
  • Datenschutzerklärung, HTTPS, schnelle Ladezeiten und regelmässige Updates gehören zur Pflicht.

Klare Botschaft auf der Startseite

Besucherinnen und Besucher entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben. Die Startseite sollte deshalb oben sofort beantworten: Was machen Sie, für wen und in welcher Region? «Sanitär und Heizung für Privatkunden und Verwaltungen» sagt mehr als «Willkommen auf unserer Webseite». Darunter gehört ein deutlicher nächster Schritt, etwa «Offerte anfragen» oder «Jetzt anrufen».

Vermeiden Sie lange Firmengeschichten am Anfang. Sie sind wertvoll, gehören aber auf die Seite «Über uns». Auf der Startseite zählen Leistungen, Nutzen für die Kundschaft und Vertrauen. Eine ruhige Gestaltung mit viel Weissraum und gut lesbarer Schrift hilft, dass diese Punkte auch auf dem Smartphone ankommen.

Eine Seite pro Leistung

Statt alle Leistungen auf einer Seite aufzulisten, verdient jede wichtige Leistung eine eigene Unterseite. Ein Schreiner, der Küchen, Einbauschränke und Reparaturen anbietet, braucht drei Seiten mit eigener Überschrift, Beschreibung, Fotos und häufigen Fragen. So versteht Google, wofür Sie gefunden werden sollen, und Suchende landen direkt auf dem passenden Angebot.

Beschreiben Sie auf jeder Leistungsseite konkret, was enthalten ist, wie der Ablauf aussieht und für wen die Leistung passt. Fotos eigener Arbeiten wirken stärker als jede Beschreibung. Ergänzen Sie, in welchen Orten Sie diese Leistung anbieten. Ein Einzugsgebiet mit Gemeindenamen ist für lokale Suchen sehr hilfreich.

  • Eigene Seite für jede Hauptleistung
  • Konkrete Beschreibung, Ablauf und Zielgruppe
  • Fotos eigener Arbeiten statt Stockbilder
  • Einzugsgebiet mit Gemeinden und Regionen

Kontakt in einem Klick

Die meisten Besucherinnen und Besucher von Handwerker- und Dienstleisterseiten sind mit dem Smartphone unterwegs. Telefonnummer und E-Mail-Adresse sollten deshalb auf jeder Seite anklickbar sein, idealerweise auch ein WhatsApp-Link. Ein kurzes Anfrageformular mit wenigen Pflichtfeldern senkt die Hürde zusätzlich, besonders ausserhalb der Bürozeiten.

Fragen Sie im Formular nur, was Sie für eine erste Einschätzung wirklich brauchen: Name, Kontakt, Ort, Art der Arbeit und eventuell ein Foto. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen. Nach dem Absenden sollte eine klare Bestätigung erscheinen, wann Sie sich melden.

  • Klickbare Telefonnummer und E-Mail auf jeder Seite
  • WhatsApp-Link für schnelle Fragen
  • Kurzes Formular mit Foto-Upload
  • Öffnungszeiten und Adresse gut sichtbar

Vertrauen aufbauen

Bei Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben kaufen Menschen Vertrauen. Zeigen Sie die Personen hinter dem Betrieb mit Namen und Foto, Ihre Ausbildung und Zertifizierungen, Verbandsmitgliedschaften und echte Projekte. Echte Kundenbewertungen, zum Beispiel aus Ihrem Google-Unternehmensprofil, sind ein starkes Argument, sofern sie nicht erfunden oder geschönt sind.

Auch kleine Details schaffen Vertrauen: eine Schweizer Telefonnummer, eine vollständige Adresse, ein aktuelles Impressum und eine Webseite, die gepflegt aussieht. Eine veraltete Seite mit Hinweisen aus vergangenen Jahren wirkt dagegen schnell wie ein Betrieb, der nicht mehr aktiv ist.

Recht und Datenschutz

Jede geschäftliche Webseite in der Schweiz braucht ein Impressum mit Firmenname, Adresse und Kontakt. Seit dem revidierten Datenschutzgesetz ist zudem eine Datenschutzerklärung nötig, sobald Personendaten bearbeitet werden, etwa über ein Kontaktformular, eingebettete Karten oder Analyse-Tools. Sie muss beschreiben, welche Daten zu welchem Zweck bearbeitet werden und an wen sie gehen.

Setzen Sie Analyse- und Werbe-Tools sparsam ein und prüfen Sie, ob ein Cookie-Hinweis nötig ist, besonders wenn Sie auch Kundschaft aus der EU ansprechen. Bilder und Texte müssen Ihnen gehören oder lizenziert sein. Übernommene Fotos aus dem Internet führen immer wieder zu teuren Lizenzforderungen.

Technik, die man nicht sieht

Eine Webseite muss auf dem Smartphone schnell laden, sicher per HTTPS erreichbar sein und regelmässig aktualisiert werden. Langsame Seiten verlieren Besucher und Rankings. Was hinter den Messwerten steckt, erklären wir im Ratgeber Core Web Vitals verständlich erklärt. Für Google sind ausserdem saubere Titel, Beschreibungen und strukturierte Daten wichtig.

Planen Sie die Pflege von Anfang an ein: Updates, Backups und kleine Anpassungen. Mit einem Wartungsvertrag bleibt die Seite sicher und aktuell, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen. Möchten Sie lokal besser gefunden werden, lesen Sie auch unseren Ratgeber Lokales SEO für KMU.

Fachkräfte gewinnen über die Webseite

Viele KMU suchen nicht nur Kundschaft, sondern auch Mitarbeitende. Eine eigene Seite für offene Stellen und Lehrstellen mit Einblicken in Team, Werkstatt und Arbeitsalltag wirkt oft mehr als ein Inserat. Bewerbende sollten einfach und ohne lange Formulare Kontakt aufnehmen können.

Wir erstellen Webseiten für KMU und Handwerksbetriebe in der ganzen Schweiz. Ob Neubau mit Webdesign oder Auffrischung einer bestehenden Seite: Persönliche Gespräche führen wir gerne bei Ihnen vor Ort, bei uns im Büro oder per Videocall.

Über den Autor

Ferhat Demir, Ihr Ansprechpartner bei Webnova

Ferhat Demir

Ihr Ansprechpartner bei Webnova

Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.

Mehr über Webnova

FAQ

Häufige Fragen

Wie viele Seiten braucht eine KMU-Webseite?

Meist reichen Startseite, eine Seite pro Hauptleistung, Über uns, Referenzen oder Projekte, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Wichtiger als die Anzahl ist, dass jede Seite eine klare Aufgabe hat.

Brauche ich als Handwerker wirklich eine eigene Webseite?

Ja. Verzeichnisse und Social Media helfen, gehören Ihnen aber nicht. Die eigene Webseite ist der Ort, auf den Google-Profil, Inserate und Empfehlungen verweisen und auf dem Sie Ihre Leistungen vollständig zeigen.

Ist ein Impressum in der Schweiz Pflicht?

Für Webseiten, die Waren oder Dienstleistungen anbieten, verlangt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb klare Angaben zur Identität und eine Kontaktadresse. Ein Impressum ist deshalb für jede geschäftliche Webseite zu empfehlen.

Kann ich die Inhalte später selbst ändern?

Ja, mit einem passenden Redaktionssystem und einer kurzen Einführung. Alternativ übernimmt Ihre Agentur Änderungen im Rahmen eines Wartungsvertrags.

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