Faktor 1: Umfang und Anzahl Seiten
Der offensichtlichste Kostentreiber ist der Umfang. Eine kompakte Webseite mit Startseite, Angebot, Über uns und Kontakt ist schneller umgesetzt als ein Auftritt mit Dutzenden Unterseiten, Standortseiten und einem Blog. Jede Seite braucht eine Struktur, ein Layout, Inhalte und eine saubere technische Umsetzung. Entscheidend ist dabei weniger die reine Seitenzahl als die Frage, wie viele unterschiedliche Seitentypen gestaltet und entwickelt werden müssen.
Bevor Sie Offerten einholen, lohnt sich eine einfache Sitemap: Welche Seiten braucht Ihr Unternehmen wirklich, welche sind nur «nice to have»? Oft ist es sinnvoll, mit einem schlanken Kern zu starten und den Auftritt später schrittweise zu erweitern. So investieren Sie zuerst dort, wo Ihre Kundinnen und Kunden tatsächlich suchen, und vermeiden Seiten, die kaum jemand besucht.
- Anzahl Seiten und Unterseiten
- Anzahl unterschiedlicher Seitentypen (z. B. Leistung, Projekt, Blogartikel)
- Geplante Erweiterungen in den nächsten ein bis zwei Jahren
Faktor 2: Vorlage oder individuelles Design
Ein fertiges Template ist schnell eingerichtet, wirkt aber oft austauschbar und lässt sich nur begrenzt an Ihre Marke anpassen. Ein individuelles Webdesign wird dagegen von Grund auf für Ihr Unternehmen entwickelt: Farben, Typografie, Bildsprache und Seitenaufbau orientieren sich an Ihrer Zielgruppe und Ihrem Corporate Design. Das braucht mehr Konzeptions- und Gestaltungsarbeit, hebt Sie aber klar von der Konkurrenz ab.
Auch der Detailgrad spielt mit: Animationen, eigens gestaltete Illustrationen oder ein komplett neues Logo erhöhen den Aufwand. Besteht bereits ein klares Corporate Design mit Logo, Farben und Schriften, kann die Gestaltung darauf aufbauen. Fehlt es noch, empfiehlt es sich, Branding und Webdesign gemeinsam zu planen, damit der ganze Auftritt aus einem Guss entsteht.
Faktor 3: Inhalte wie Texte, Fotos und Videos
Inhalte werden bei der Budgetplanung am häufigsten unterschätzt. Liefern Sie fertige Texte und gute Bilder, reduziert das den Aufwand der Agentur deutlich. Sollen die Texte hingegen professionell und suchmaschinenoptimiert geschrieben werden, kommen Konzeption und Redaktion dazu. Gute Texte sind kein Detail: Sie entscheiden, ob Besucherinnen und Besucher Ihr Angebot verstehen und Kontakt aufnehmen.
Ähnlich ist es bei Bildern. Stockfotos sind rasch verfügbar, wirken aber selten authentisch. Eigene Fotos von Team, Räumlichkeiten und Produkten schaffen Vertrauen, setzen aber ein Fotoshooting voraus. Klären Sie deshalb früh, welche Inhalte bereits vorhanden sind, was überarbeitet werden muss und was komplett neu entstehen soll. Eine solche Inhaltsübersicht macht Offerten vergleichbarer.
- Texte selbst liefern oder schreiben lassen
- Eigene Fotos, Fotoshooting oder Stockbilder
- Videos, Grafiken und Downloads wie PDF-Broschüren
Faktor 4: Funktionen wie Buchung, Shop und Mehrsprachigkeit
Jede Funktion, die über reine Informationsseiten hinausgeht, beeinflusst den Aufwand. Ein einfaches Kontaktformular ist schnell eingebaut. Ein Online-Buchungssystem, ein Kundenbereich, eine Anbindung an Ihre bestehende Software oder ein Onlineshop mit Zahlungsabwicklung erfordern dagegen deutlich mehr Planung, Entwicklung und Tests. Bei Shops kommen zusätzlich Produktdaten, Versandregeln und Zahlungsarten wie TWINT dazu.
In der Schweiz ist zudem die Mehrsprachigkeit ein wichtiger Faktor. Ein Auftritt auf Deutsch und Französisch braucht nicht nur Übersetzungen, sondern auch eine saubere technische Umsetzung mit eigenen URLs pro Sprache, damit Google beide Versionen korrekt einordnet. Besonders in zweisprachigen Regionen wie Biel/Bienne zahlt sich dieser Aufwand aus, weil Sie beide Sprachgruppen direkt ansprechen. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie im Ratgeber Zweisprachige Webseite.
Faktor 5: Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Eine Webseite, die niemand findet, bringt kaum Anfragen. Grundlegendes technisches SEO gehört deshalb zu jeder professionellen Webseite: schnelle Ladezeiten, eine klare Seitenstruktur, sinnvolle Titel und Beschreibungen, mobile Optimierung und eine korrekte Indexierung. Diese Basis entsteht am besten gleich beim Aufbau, weil nachträgliche Korrekturen meist aufwendiger sind und bestehende Inhalte oft nochmals angepasst werden müssen.
Darüber hinaus gibt es weiterführende Massnahmen: Keyword-Recherche, eigene Seiten für Regionen oder Leistungen, die Optimierung Ihres Google-Unternehmensprofils oder regelmässige Ratgeberinhalte. Wie viel davon sinnvoll ist, hängt von Ihrer Konkurrenz und Ihren Zielen ab. Ein lokales Gewerbe braucht eine andere Strategie als ein Unternehmen, das schweizweit Kundschaft sucht. Wir empfehlen nur Massnahmen, die zu Ihren Zielen passen.
Faktor 6 und 7: CMS und laufende Wartung
Möchten Sie Inhalte selbst anpassen, braucht Ihre Webseite ein Content-Management-System (CMS). Wie komfortabel die Bearbeitung sein soll, beeinflusst den Aufwand: Ein paar editierbare Textfelder sind einfacher umzusetzen als ein flexibles System, in dem Sie neue Seiten, Blogartikel oder Teammitglieder selbst anlegen. Eine kurze Einführung gehört idealerweise ebenfalls dazu, damit Sie Ihre Webseite nach dem Go-live sicher selbst bearbeiten können.
Nach dem Go-live ist die Arbeit nicht vorbei. Hosting, Domain, Sicherheitsupdates, Backups und kleinere Anpassungen verursachen laufende Kosten. Planen Sie diese von Anfang an ein, statt nur die einmalige Erstellung zu betrachten. Eine gepflegte Webseite bleibt sicher, schnell und aktuell und schützt so Ihre Investition über Jahre. Ein Wartungsvertrag schafft hier klare Verhältnisse.
- Hosting und Domain
- Sicherheitsupdates und Backups
- Inhaltliche Anpassungen und Support
Offerten richtig vergleichen
Zwei Offerten mit ähnlichem Endbetrag können sehr Unterschiedliches enthalten. Legen Sie die Angebote nebeneinander und prüfen Sie Punkt für Punkt: Sind Texte, Bilder, Sprachen, SEO-Grundlagen, Datenschutzerklärung, Schulung und Projektleitung enthalten? Wie viele Korrekturrunden sind vorgesehen? Wem gehören Domain und Inhalte nach dem Projekt? Eine Offerte, die hier vage bleibt, wird später oft teurer.
Achten Sie auch auf das, was nach dem Launch passiert: Hosting, Updates, Backups und Support. Eine günstige Erstellung mit teurer oder unklarer Betreuung ist über einige Jahre selten die bessere Wahl. Zwölf konkrete Fragen für dieses Gespräch haben wir im Ratgeber Webagentur wählen zusammengestellt. Welche Inhalte eine KMU-Webseite überhaupt braucht, zeigt unsere Checkliste für KMU-Webseiten.
- Leistungen einzeln aufgeführt statt Pauschalposten
- Laufende Kosten separat ausgewiesen
- Anzahl Korrekturrunden und Vorgehen bei Zusatzwünschen
- Eigentum an Domain, Code und Inhalten geregelt
Was kostet eine Webseite bei Webnova?
Damit Sie die Faktoren oben einordnen können, hier unsere Pakete als Richtwert. Die Preise gelten einmalig für die Erstellung, in Schweizer Franken. Alle Details finden Sie auf unserer Preisseite.
- Design-Demo CHF 59: Entwurf Ihrer Startseite, bei Auftrag angerechnet
- Starter ab CHF 890: Onepager mit eigenem Design und Kontaktformular
- KMU ab CHF 2’790: bis 5 Seiten (erweiterbar auf 8), Kontaktformular und Online-Termine, Google-Unternehmensprofil
- Professional ab CHF 4’950: bis 10 Seiten, Designkonzept, Blog oder News, CMS
- Individuell ab CHF 6’600: Onlineshop, Web-App, mehr als 10 Seiten oder drei und mehr Sprachen
- Zweite Sprache: CHF 140 pro Seite, die Übersetzung liefern Sie oder wir offerieren sie separat
- Hosting: CHF 42, CHF 65 mit SEO oder CHF 95 mit laufenden Änderungen pro Monat, monatlich kündbar
So erhalten Sie eine verlässliche Offerte
Die Pakete zeigen, womit Sie rechnen können. Eine verlässliche Offerte entsteht, wenn klar ist, was Ihre Webseite leisten soll. Je besser Sie Ziele, gewünschte Funktionen und vorhandene Inhalte beschreiben, desto genauer lässt sich der Aufwand einschätzen. Achten Sie beim Vergleich mehrerer Offerten darauf, dass tatsächlich dieselben Leistungen enthalten sind.
Bei Webnova besprechen wir Ihr Vorhaben zuerst in einem unverbindlichen Gespräch. Danach erhalten Sie eine individuelle Offerte, die transparent aufzeigt, welche Leistungen enthalten sind und welche laufenden Kosten anfallen. Fragen Sie jetzt Ihre unverbindliche Offerte an. Wir melden uns persönlich bei Ihnen und beantworten gerne alle offenen Fragen.
Über den Autor
Ferhat Demir
Ihr Ansprechpartner bei Webnova
Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.
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