Warum es so viele Bezeichnungen gibt
Die Begriffe sind über die Jahre gewachsen. In den Anfängen des Internets sprach man von Internetagenturen, später setzten sich Webagentur und Webdesign-Agentur durch. Heute nennen sich viele Anbieter Digitalagentur, weil sie neben Websites auch Social Media, Werbung oder Apps betreuen. Dazu kommen Website-Agentur und Homepage-Agentur, weil Kundinnen und Kunden so suchen.
Keiner dieser Begriffe ist geschützt oder an eine bestimmte Ausbildung gebunden. Eine Agentur kann sich Webdesign-Agentur nennen und trotzdem SEO, Texte und Hosting anbieten, eine andere nennt sich Webagentur und gestaltet nur. Wer Anbieter vergleicht, sollte deshalb nicht beim Namen stehen bleiben, sondern fragen, was konkret enthalten ist.
Webagentur und Website-Agentur
Webagentur ist der allgemeinste Begriff. Gemeint ist in der Regel ein Unternehmen, das Websites plant, gestaltet, technisch umsetzt und betreut. Viele Webagenturen bieten zusätzlich Onlineshops, Suchmaschinenoptimierung und Wartung an. Website-Agentur ist meist ein Synonym, das die Website als Produkt stärker in den Vordergrund stellt.
Für ein KMU bedeutet das: Unter diesen Bezeichnungen finden Sie häufig Anbieter, die das ganze Projekt aus einer Hand übernehmen, vom Erstgespräch bis nach dem Launch. Ob das bei einem bestimmten Anbieter so ist, zeigt erst die Offerte. Achten Sie darauf, ob Texte, SEO-Grundlagen, Impressum, Datenschutzerklärung und Schulung aufgeführt sind.
Webdesign-Agentur: Fokus auf Gestaltung?
Der Begriff Webdesign-Agentur betont die Gestaltung. Im engen Sinn bedeutet Webdesign das visuelle Konzept: Layout, Farben, Schrift, Bildsprache und Benutzerführung. In der Praxis verstehen die meisten Menschen darunter aber die gesamte Erstellung einer Website, und viele Webdesign-Agenturen setzen die Website auch technisch um.
Gutes Webdesign ist mehr als ein schöner Entwurf. Es sorgt dafür, dass Besucherinnen und Besucher schnell verstehen, was Sie anbieten, und den Weg zur Anfrage finden. Es berücksichtigt das Smartphone zuerst, schnelle Ladezeiten und eine klare Struktur für Suchmaschinen. Fragen Sie bei einer Webdesign-Agentur nach, ob Programmierung, SEO und Betreuung dazugehören oder an Dritte vergeben werden.
Digitalagentur, Werbeagentur und Internetagentur
Digitalagenturen decken meist ein breiteres Feld ab: Websites, Onlineshops, Social Media, bezahlte Werbung, Datenanalyse und manchmal Apps. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie viele Kanäle gleichzeitig betreuen lassen möchten. Für ein KMU, das vor allem eine gute Website braucht, ist ein so breites Angebot oft mehr, als nötig ist.
Klassische Werbeagenturen kommen von Kampagnen, Print und Markenführung. Viele haben ein starkes Gespür für Botschaften und Gestaltung, setzen die Technik aber nicht immer selbst um. Internetagentur ist ein älterer Begriff, der heute ähnlich wie Webagentur verwendet wird. Auch hier gilt: Der Leistungsumfang entscheidet, nicht die Bezeichnung.
- Webagentur und Website-Agentur: meist Planung, Design, Umsetzung und Betreuung von Websites
- Webdesign-Agentur: Schwerpunkt Gestaltung, oft inklusive Umsetzung
- Digitalagentur: breites Spektrum über mehrere Online-Kanäle
- Werbeagentur: Schwerpunkt Kampagnen und Marke, Technik teils extern
- Freelancer: Einzelperson mit eigenem Schwerpunkt
Freelancer, kleines Studio oder grosse Agentur
Neben dem Namen unterscheidet sich vor allem die Grösse. Freelancer arbeiten allein und sind oft sehr direkt und flexibel. Wichtig sind dann Fragen nach Stellvertretung bei Ferien oder Krankheit und danach, welche Teile, etwa Texte oder SEO, zusätzlich koordiniert werden müssen. Kleine Agenturen und Studios bieten meist feste Ansprechpersonen und kurze Wege.
Grosse Agenturen haben spezialisierte Teams für jedes Teilgebiet. Das passt gut zu grossen Projekten mit vielen Abteilungen und Schnittstellen. Für ein KMU kann es bedeuten, dass das Projekt auf mehrere Personen verteilt wird und die Abstimmung mehr Zeit braucht. Keine Grösse ist per se besser. Entscheidend ist, ob Arbeitsweise und Umfang zu Ihrem Vorhaben passen.
Worauf es bei der Wahl wirklich ankommt
Statt auf die Bezeichnung sollten Sie auf einige wenige, aber entscheidende Punkte achten. Wer ist Ihre Ansprechperson und bleibt es während des ganzen Projekts? Was genau enthält die Offerte, und welche laufenden Kosten kommen dazu? Läuft die Domain auf Ihr Unternehmen, und erhalten Sie die Zugänge zu Hosting, Redaktionssystem und Google-Diensten? Wie wird SEO von Anfang an berücksichtigt?
Zwölf konkrete Fragen dafür haben wir im Ratgeber Webagentur wählen zusammengestellt. Welche Faktoren den Aufwand eines Projekts bestimmen, lesen Sie unter Was kostet eine Webseite?. Und was in eine gute KMU-Website gehört, zeigt der Ratgeber Was eine KMU-Webseite wirklich braucht.
- Fester Ansprechpartner vom Erstgespräch bis nach dem Launch
- Offerte mit einzeln aufgeführten Leistungen und laufenden Kosten
- Domain, Inhalte und Zugänge gehören Ihnen
- SEO-Grundlagen, Impressum und Datenschutz inklusive
- Echte, live überprüfbare Referenzen, keine Ranking-Garantien
Was eine gute Agentur für KMU auszeichnet
Für kleine und mittlere Unternehmen zählen andere Dinge als für Konzerne. Sie brauchen eine Website, die ohne eigene Marketingabteilung funktioniert, klar erklärt, was das Unternehmen anbietet, und Interessenten zur Kontaktaufnahme führt. Eine gute Agentur fragt deshalb zuerst nach Ihren Zielen, Ihrer Kundschaft und Ihrer Region, bevor sie über Farben und Effekte spricht.
Ebenso wichtig ist die Zeit nach dem Launch. Updates, Sicherheit, kleine Anpassungen und die Frage, wie gut Ihre Website bei Google gefunden wird, begleiten Sie über Jahre. Achten Sie darauf, dass die Agentur Sie auch dann erreichbar und verständlich berät, dass Sie Inhalte selbst ändern können, wenn Sie das möchten, und dass Sie nicht durch geschlossene Systeme an einen Anbieter gebunden werden. Wer zudem in beiden Sprachregionen tätig ist, profitiert von einer Agentur, die Deutsch und Französisch sicher beherrscht und zweisprachige Websites technisch sauber umsetzt. Hintergründe dazu finden Sie im Ratgeber Zweisprachige Webseite.
Wie Webnova sich einordnet
Webnova versteht sich als Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. In der Praxis heisst das: Konzept, Design, technische Umsetzung, Texte, SEO-Grundlagen, Recht und Betreuung kommen aus einer Hand, mit Ferhat Demir als persönlichem Ansprechpartner. Wir arbeiten auf Deutsch und Französisch und betreuen Unternehmen in der ganzen Schweiz, vor Ort oder per Video.
Was wir konkret anbieten, sehen Sie auf den Seiten Website für KMU, Firmenwebsite erstellen lassen und Webdesign. Wenn Sie zuerst wissen möchten, wo Ihre bestehende Website steht, nutzen Sie unseren kostenlosen Website-Check.
Über den Autor
Ferhat Demir
Ihr Ansprechpartner bei Webnova
Ferhat Demir führt Webnova, eine Webdesign-Agentur für Schweizer KMU. Er begleitet Projekte persönlich von der ersten Idee bis nach dem Launch, auf Deutsch und Französisch, und verbindet Design, Technik und Suchmaschinenoptimierung.
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